Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat im September 2024 einen deutlichen Rückgang bei den Auslieferungen verzeichnet. Während im August noch 40 Jets ausgeliefert wurden, sank die Zahl im September auf 33. Hauptursache hierfür ist ein anhaltender Tarifstreit mit den Mitarbeitenden, der die Produktion erheblich beeinträchtigt hat.
Hintergrund des Streiks
Seit dem 13. September 2024 streiken rund 33.000 Mitarbeitende der Boeing-Produktion in Seattle. Die Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) fordert bessere Arbeitsbedingungen, darunter höhere Gehälter, eine verbesserte Altersvorsorge und die Wiedereinführung einer Leistungsprämie. Eine Einigung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite konnte bisher nicht erzielt werden, was sich negativ auf die Produktionszahlen auswirkt.

Auswirkungen auf die Auslieferungen
Im Vergleich zum Vorjahr konnte Boeing trotz des Rückgangs im September 2024 sechs Flugzeuge mehr ausliefern. Von Januar bis September 2024 wurden insgesamt 291 Flugzeuge ausgeliefert, darunter 225 MAX Jets. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen, wie sich die Zahlen bis zum Jahresende entwickeln werden, insbesondere angesichts der anhaltenden Qualitätsprobleme und der Produktionsverzögerungen.
Fazit zum Streik bei Boeing
Der Tarifstreit bei Boeing hat im September 2024 zu einem signifikanten Rückgang der Auslieferungen geführt. Obwohl die Gesamtzahl der ausgelieferten Flugzeuge im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist, bleibt die Situation angespannt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen entwickeln und welche Auswirkungen dies auf die zukünftigen Produktionszahlen haben wird.