Die Gesellschaft der Deutschen Lokführer (GDL) streikt erneut. Von Mittwoch bis Freitag fahren keine Züge in ganz Deutschland. Die Lokführer wollen, den Nah- und Fernverkehr in dieser Zeit lahmzulegen. Im Personenverkehr sollen die Züge von Mittwoch, dem 10. Januar um 2 Uhr nachts, bis Freitag, dem 12. Januar um 18 Uhr, stillstehen. Im Güterverkehr beginnt der Streit bereits am Dienstagabend um 18 Uhr.
Es wird erwartet, dass mindestens 70 Prozent aller Bahnverbindungen an den betroffenen Tagen ausfallen werden. Auch nach dem Streik könnten noch leichte Einschränkungen auftreten. Im Fernverkehr dürfte ein Großteil der Züge ausfallen.
Wer ist betroffen?
Von dem Streik sind alle von der Deutschen Bahn sowie Transdev Deutschland betriebenen Züge betroffen. Nahezu alle Verbindungen im Fernverkehr in Deutschland sind betroffen, da alle ICE-, IC- und auch EC- sowie weitere internationale Kooperationszüge auf deutschen Schienen von der Deutschen Bahn betrieben werden. In vielen Städten fällt zudem auch der gesamte S-Bahn Verkehr aus.
Was können Reisende tun?
Reisende können die Bahn-App oder die Website nutzen, um festzustellen, ob ein Fern- oder Regionalzug betroffen ist. Die Deutsche Bahn plant, rund 20 Prozent des Fernverkehrs aufrechtzuerhalten und somit jeden fünften Fernzug fahren zu lassen.

Forderungen der GDL
Ab dem 1. Januar 2025 soll die Arbeitszeit für Schichtarbeiter schrittweise auf eine 35-Stunden-Woche reduziert, ohne dass es zu Lohnkürzungen kommt. Darüber hinaus soll es eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 420 Euro in zwei Stufen geben, zusammen mit einer deutlichen Zulagenerhöhung und einer Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro. Die Arbeitgeber, die an diesen Vereinbarungen beteiligt waren, haben damit bewiesen, dass die Motivation der Mitarbeiter mehr als nur leere Worte ist und haben somit Arbeitskämpfe unnötig gemacht.
Fazit
Der Bahnstreik wird erhebliche Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr in Deutschland haben. Reisende müssen sich auf erhebliche Störungen einstellen und alternative Reisepläne in Betracht ziehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und welche langfristigen Auswirkungen der Streik auf den Bahnverkehr in Deutschland haben wird.